Bauernhofbrand in Bruderndorf

Datum: 16. Mai 2019
Alarmzeit: 1:17 Uhr
Alarmierungsart: BlaulichtSMS, Pager, Sirenenalarm
Art: B3 – Brandeinsatz
Einsatzort: Bruderndorf
Mannschaftsstärke: 35 Mann
Fahrzeuge: HLFA 3, KDO 1, KDO 2, LAST, RLF-A 2000
Weitere Kräfte: FF Bruderndorf, FF Griesbach, FF Groß Gerungs, FF Kainrathschlag, FF Mitterschlag, FF Nonndorf, FF Oberkirchen, FF Wurmbrand, FF Zwettl-Stadt, Polizei, Rotes Kreuz Langschlag


Einsatzbericht:

Am 16. Mai 2019 um 01:17 Uhr wurden wir zu einem Brand eines landwirtschaftlichen Objekts in Bruderndorf alarmiert. Kurz nach der Alarmierung rückten wir mit KDO 1, KDO 2, HLFA 3 und RLFA 2000 zum Einsatzort aus.

Bereits auf der Anfahrt rüstete sich je ein Atemschutztrupp von HLFA 3 und RLFA 2000 aus. Am Einsatzort fanden wir ein an den Wohntrakt grenzendes Wirtschaftsgebäude vor, welches bereits in Flammen stand. Es wurde sofort mit einem umfassenden Außenangriff von mehreren Seiten des Gebäudes begonnen. Aus einem unmittelbar an das Brandobjekt angrenzenden Geräteschuppen konnten durch einen unserer Atemschutztrupps einige Geräte sowie Gasflaschen entfernt werden und der Schuppen größtenteils geschützt werden. Da der Brand des Wirtschaftsgebäudes bereits sehr fortgeschritten war, lag die Hauptaufgabe darin, den Wohntrakt vor den Flammen zu Schützen. Immer wieder drohten die Flammen durch den Dachstuhl auf den Wohnbereich überzugreifen, dies konnte jedoch durch den Einsatz von unzähligen Atemschutztrupps und des raschen Außenangriffs unter anderem mithilfe einer Drehleiter verhindert werden. Während mit den Löscharbeiten begonnen wurde, konnte durch die FF Langschlag der Atemschutzsammelplatz aufgebaut werden, um die nötigen logistischen Voraussetzungen für den Einsatz einer so großen Anzahl von Atemschutztrupps zu schaffen. Parallel dazu wurde ein Tankpendelverkehr eingerichtet, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Zusätzlich standen einige Landwirte mit Güllefässern im Einsatz und das HLF 4 mit 8000 Liter der Feuerwehr Zwettl-Stadt wurde angefordert, welches ebenfalls bei der Zubringung von Löschwasser im Einsatz war. Schon bald zeigten die Löscharbeiten erste Erfolge und ein weiteres Übergreifen der Flammen konnte verhindert werden. Kurze Zeit darauf konnten einige Atemschutztrupps in den Wohntrakt bzw. in dessen Dachstuhl eindringen, um etwaige Glutnester im Dachbereich abzulöschen und mittels Wärmebildkamera zu kontrollieren. Darüberhinaus wurde der Wohnbereich begangen, wo keine Brandherde festgestellt werden konnten. Im Gerätehaus der FF Bruderndorf wurde die Versorgung der rund 150 Einsatzkräfte sichergestellt, welche neben kräftezehrenden Löscharbeiten zusätzlich mit Regen und sehr niedrigen Temperaturen zu kämpfen hatten. Der Brand konnte in den frühen Morgenstunden unter Kontrolle gebracht werden. Gegen 6:00 Uhr morgens konnten die ersten Feuerwehren vom Einsatzort abrücken. Im Laufe des Vormittags wurden weitere Glutnester ausfindig gemacht und abgelöscht. Schließlich wurde mit der Entfernung des durch den Brand schwer beschädigten Dachstuhls begonnen, wobei ein Kranwagen behilflich war. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich relativ schwierig, da das im Wirtschaftsgebäude gelagerte Stroh immer wieder Feuer fing und erst zerteilt werden musste, bevor man es ablöschen konnte. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Nachmittagsstunden an. Die FF Langschlag konnte gegen 15 Uhr vom Einsatzort abrücken.

Im Gerätehaus mussten anschließend noch alle Fahrzeuge und Geräte versorgt, gewaschen und wieder Einsatzbereit gemacht werden. Die Arbeiten dauerten bis zum Abend an.

Die FF Langschlag bedankt sich bei allen eingesetzten Einsatzkräften sowie Helfern für die äußerst gute Zusammenarbeit!

Kommentare sind geschlossen.